Wer und Was

 

Die Hospizidee


Hospize waren im Mittelalter gastfreundliche Herbergen, Stätten zum Ausruhen.


Heute meint der Begriff „Hospiz“ die Fürsorge für den sterbenden Menschen, entweder im häuslichen Umfeld oder in einem stationären Hospiz.


Sterben und Tod sind Bestandteile des Lebens. Sie betreffen den Menschen in seiner Ganzheit - körperlich, geistig, spirituell und psycho-sozial. Alles Vertraute verändert sich. Den Menschen in seiner Einmaligkeit, Würde, Lebensgeschichte und gegenwärtigen Situation wahrzunehmen und zu begleiten, ist oberstes Ziel der Hospizidee. Ambulante Hospizdienste versuchen durch individuelle Unterstützung dazu beizutragen, dass Schwerkranke und Sterbende ihre verbleibende Zeit in vertrauter Umgebung mit den Menschen verbringen können, die ihnen nahe stehen.


Besonderen Wert legen wir auch auf die Begleitung und Unterstützung der pflegenden Angehörigen, die oft über ihre Kräfte hinaus tätig sind, ihre eigenen Grenzen aus den Augen verlieren und mit all den belastenden Gefühlen alleine da stehen.


Unser Tätigkeitsbereich ist der Stadtbezirk 4, vor allem Bocklemünd-Mengenich, Bickendorf, Ehrenfeld, Ossendorf mit Westend und Vogelsang.



Wer wir sind


Im Ökumenischen Hospizdienst engagieren sich ehrenamtlich Männer und Frauen unterschiedlicher Konfession, die sich der Hospizidee verpflichtet fühlen. Sie werden fachlich geschult, regelmäßig weitergebildet und in ihrer Arbeit begleitet.


Unsere Hospizgruppe besteht seit 1998. Der Ökumenische Hospizdienst im Kölner Westen e.V. wurde im Juni 2001 gegründet. Wir sind Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz NRW e.V. und der Hospiz + Palliativ Arbeitsgemeinschaft Köln.

Unsere Tätigkeitsgebiete sind die Kölner Stadtteile Bickendorf mit Westend, Bocklemünd, Ehrenfeld, Mengenich, Ossendorf mit Ossendorfpark und Vogelsang, so dass wir den gesamten Stadtbezirk 4 betreuen.

Unsere Begleitung ergänzt die Arbeit der professionellen Pflegedienste als zusätzliches Angebot. Durch unsere Zusammenarbeit mit Seelsorgern, Ärzten und anderen ambulanten Diensten knüpfen wir ein dichtes soziales Netz, durch das der Schwerkranke und seine Angehörigen Unterstützung und Beistand erfahren.

Unsere Hilfe ist unentgeldlich und wir unterliegen der Schweigepflicht.





Was wir tun


Wenn Sie uns ansprechen, klären wir in einem ersten Gespräch gemeinsam mit Ihnen, wie Sie sich unsere Begleitung wünschen und welche Möglichkeiten wir haben. Unsere Koordinatorin vermittelt dann den ersten Kontakt zu einem entsprechenden Hospizhelfer oder einer Hospizhelferin.


•    Wir haben Zeit für Gespräche, Beistand und Zuwendung.

  1.    Wir vermitteln Informationen und sind Ansprechpartner in Fragen der Schmerztherapie,

     der Ernährung etc.

  1.    Wir geben Hilfestellung bei der Organisation von häuslicher Pflege und beraten in                                

     behördlichen Fragen.

•    Auch in der Zeit nach dem Tod eines Menschen begleiten wir die Trauernden.

Die Bedürfnisse und Wünsche der Schwerkranken oder Sterbenden sollen unser Handeln bestimmen: ob wir kleine Handreichungen tun, Musik hören oder einfach nur die Hand halten, ob wir miteinander reden, beten oder schweigen.

Sprechen Sie uns an

•wenn Sie unsere Unterstützung brauchen.

  1.    wenn Sie Interesse haben, sich als Hospizhelfer/in fortzubilden oder anderweitig im

  2.     Hospizdienst mitzuarbeiten.

  3.    wenn Sie Mitglied im Ökumenischen Hospizdienst im Kölner Westen e.V. werden

  4.     möchten.





Koordinatorin, Vorstand und Beirat des ambulanten Hospizdienst
















von links: Pfarrer Torsten Sommerfeld (Beirat), Birgitta Lepke-Lehmann (Koordinatorin),

Monika Nelles (Schriftführerin), Claudia Hipp (stv. Vorsitzende), Stefan W. Knepper (Vorsitzender), Christa Beiderbeck † (ehm. stv. Vorsitzende), Pater Antoni Trojak (Beirat), Renate Müller (Schatzmeisterin),

 



Erklärfilm


... die aktuelle Diskussion um Sterbehilfe und Beihilfe zum Suizid zeigt, dass es nach wie vor Informations- und Aufklärungsbedarf zum Thema Hospiz- und Palliativarbeit gibt. Der DHPV hatte deshalb zum Welthospiztag – neben Plakaten, Ballons und Anzeigen – einen Film angekündigt, der die wichtigsten dieser Fragen beantworten möchte: Welche Angebote gibt es? Was können hospizliche Begleitung und palliative Versorgung leisten, wo können sie helfen? Wer ist Ansprechpartner für schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen, wer engagiert sich für sie? Was macht eigentlich die Koordinatorin eines ambulanten Hospizdienstes, wann helfen die Palliativmedizinerin und die spezialisierte Pflegefachkraft? Vor allem: Welche tragende Rolle spielen die vielen tausend Ehrenamtlichen. Und nicht zuletzt: Wo finde ich Hilfe, Unterstützung und Antworten auf die vielen Fragen, die sich bei schwerer Krankheit und am Lebensende ergeben? Der animierte Erklärfilm will einen Überblick geben und einladen, sich bei Bedarf vertrauensvoll an den Hospiz- und Palliativdienst in der Nähe zu wenden.